
Als wir Ende April 2007 die Zusage für die Stelle als Hüttenwarte bekamen, ging alles sehr schnell. Schon vorher hatten wir entschieden, dass wir den doch sehr mutigen Schritt nicht noch einmal überdenken werden. Es hätte wahrscheinlich doch zu viele Unsicherheiten gegeben und auch die finanzielle Sicherheit wäre wahrscheinlich nochmals zum Thema geworden. Obwohl 3 Monate Kündigungsfrist, liess mich mein Arbeitgeber dann doch am 5.Juni vorzeitig ziehen.

Schon am 13.Juni hatten wir unseren ersten Heliflug und etwa 3 Tonnen Material wurde in die Hütte raufgeflogen! Ja, da sassen wir nun in der Hütte und als der erste Gast 2 Tage später kam, offerierten wir Ihm ein Bier ! Der Juni lief gemächlich an aber wir hatten alle Hände voll zu tun um die technischen Einrichtungen der Hütte kennenzulernen. Der Juli kam und unser erstes Work & Climb Lager mit Helen, Benedikt und Lukas war eine interessante Erfahrung. Wir wurden natürlich auch gefordert, schliesslich war Vollpension angesagt. Bald merkten wir: Die Tage sind lang und die Nächte kurz!

Ende Juli hatten wir den schweren Unfall von Gästen am Chli Leckihorn was unsere Stimmung doch arg trübte. Kurz darauf hatten wir 2 Wochen Schullager bei uns und damit war wieder Leben in der Bude. Den ganzen Sommer durch hatten wir dann Wetterglück an den Wochenenden - sonst war das Wetter eher durchzogen. Viele Freunde und ehemalige Mitarbeiter kamen uns besuchen und nachdem die AZ noch eine Reportage über uns brachte, kamen auch viele alte Bekannte die wir seit Jahren nicht mehr gesehen hatten.
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Bereits Ende September gab es dann mal einen knappen Meter Schnee was die Murmeli in den Winterschlaf trieb .Die ersten 2 Oktoberwochen brachten dann aber noch einmal Sommer – die Munggen kamen aber nicht mehr raus. So ging dann die Sommersaison zu Ende und wir füllten den Keller noch bis unters Dach mit Vorräten. Im November gingen wir 2 Wochen in die Ferien und bei unserer Rückkehr brauchten wir 1 Woche bis es wieder einigermassen gemütlich war in der Hütte - Minus 4 Grad in der Stube bei unserem Eintreffen..

Nachdem wir Weihnachten mit unseren Familien verbracht hatten, starteten wir am 26.Dezember die Wintersaison. Zwischen Weihnachten und Neujahr war die Hütte ziemlich voll und wir waren schon sehr froh, dass wir nun 2 Hüttenhilfen hatten.
Die ersten 2 Wochen im Januar hatten wir Föhn und schnell merkten wir dass wir hier bei Föhnlage das „La Brevine“ der Schweiz sind !Der Februar brachte dann Traumwetter und wir sahen keine einzige Wolke während fast 4 Wochen. März war o.k. und den April lassen wir jetzt einfach mal weg – nur soviel: Der Schnee erreichte klare Rekordhöhe für diesen Winter

Nun neigt sich die Saison dem Ende zu.Wir haben extrem viel gelernt und lernen müssen. Das geht über die Mengen bei der Kocherei über Wasserpumpen, Diesel flicken, Versorgung der Hütte etc.etc
Natürlich haben wir gewusst dass der Job als Hüttenwart kein Zuckerschleck werden wird – und diese Erwartung hat sich erfüllt. Trotzdem denken wir mit Freude an die vergangene Saison zurück

Wir hatten viele liebe Gäste, konnten interessante Leute kennen lernen und möchten an dieser Stelle allen danken die uns besucht oder auch unterstützt haben.
Christoph & Evi