Die angegebenen Marsch- und Kletterzeiten verstehen sich für durchschnittlich trainierte Berggänger, welche den Schwierigkeiten gewachsen sind, und für Begehungen bei guten Witterungs- und Schneeverhältnissen. Rastzeiten sind (da individuell verschieden) nicht ein- gerechnet. Der Führer gibt vielerorts eine kürzere Zeit an als der Wanderweg- weiser und das zugehörige Wanderbuch; unabhängig davon, ob eine Route auf einem markierten Wanderweg verläuft, sind die Zeit- angaben innerhalb des Führers homogen.

Überschreitung Grosses Leckihorn, erste Seillänge (Kibe Lager 2000 SAC Lägern auf dem Bild Larissa Weber)
Jede Route wird in ihrer Gesamtheit bewertet. Einzelne Kletterstellen werden mit römischen Zahlen der nach oben offenen UIAA-Skala bewertet. Für eine Route, welche mit L, III bewertet ist, bedeutet dies: Die Gesamtschwierigkeit der Route ist vom Typ L (=leicht, dem Schwierigkeitsgrad I entsprechend), im Verlauf der Route trifft man aber auf einzelne Stellen der Schwierigkeit III. Alle Bewertungen gelten für normale Verhältnisse; es muss jedem Alpinisten klar sein, dass sich je nach Wetter und Schnee die Schwierigkeiten rasch verändern können. Gesamtschwierigkeit
Es werden Wege und Pfade benutzt, die in der Regel markiert sind. In übersichtlichem Alpgelände trifft man statt dessen oft auf Viehwege. In steilem Gelände ist der Weg gut ausgebaut. Erforderlich sind Grundkenntnisse über die alpine Umwelt. Gute Schuhe sind zu empfehlen.
Route im freien, auch steilen Gelände, oft ohne Wege und Markierungen. Man muss sich anhand der Karte orientieren und das Gelände beurteilen können. Sicheres Gehen und Schwindelfreiheit sind erforderlich; die Hände werden nur zum Stützen des Gleichgewichts gebraucht. Gute Bergschuhe sind erforderlich.
Route in steilem, grasbewachsenem, felsdurchsetztem Gelände; allgemein heikel. Der Gebrauch der Hände kann erforderlich sein. Griffe und Tritte bestehen aus Grasbüscheln und brüchigem Fels, deren Festigkeit man beurteilen muss. Ein Pickel ist oft nützlich. Die Stellen im Fels liegen oft im Schwierigkeitsgrad II. Die Gesamtschwierigkeit der Route ist vergleichbar mit derjenigen einer Felstour des Typs WS. Der Unterschied zwischen den beiden Bewertungen liegt im Gelände, denn bei der BG-Route überwiegen steile Grashänge und brüchiges Gestein, bei den L- und WS-Routen dagegen kletterbare Felspartien.
Einfachste Route über Gletscher. Im Fels bewegt sich die technische Schwierigkeit um 1: die Hände werden nur zum Stützen des Gleichgewichts verwendet.
Die technische Schwierigkeit bewegt sich um 2. Die Routenwahl ist leicht, und der erfahrene Amateur kann die Anforderungen an die Führungstechnik meistern.

Witenwasseren SE-Grat (Kibe Lager 2000 SAC Lägern, auf dem bild Beni)
Die technische Schwierigkeit bewegt sich um 3. Die Routenwahl verlangt bereits ein geschultes Auge. Führungstechnisch wird gute Seilhandhabung und Sicherungstechnik vorausgesetzt.
Die technische Schwierigkeit bewegt sich um 4. Die Routenwahl verlangt viel Erfahrung. Die Führungstechnik muss effizient sein und verlangt vom Seilersten viel Routine und absolute Sicherheit.
Die technische Schwierigkeit bewegt sich um 5.
Die technische Schwierigkeit bewegt sich um 6.
Die technische Schwierigkeit übersteigt 6.
Bewertung einzelner Kletterstellen. Die Zahlen beziehen sich auf die nach oben offene UIAA-Skala

Wanderweg für jedermann. Der Weg kann ohne Gefahren mit gewöhnlichem Schuhwerk begangen werden.
Bergwanderweg für bergtüchtige Wanderer. Zur Ausrüstung gehören wetterfeste Kleidung und geeignete Schuhe mit griffiger Sohle.
Weg mit alpinen Gefahren, mit leichten Kletterstellen oder Gletschertraversierungen. Alpine Ausrüstung ist erforderlich.