von Anne Schertenleib, Zufikon
Wo entdeckt man die Liebe zur Motorsäge? Wie begeht man am besten eine Seilbrücke? Weshalb nimmt man besser einen Helm und keine Musikboxen mit auf einen Grat? Diese und ähnliche Fragen können ohne Probleme in einer Woche Work & Climb zur Diskussion stehen. Was man in einem solchen Lager sonst noch alles erleben kann, erfährst Du nun.
Am 25. Juli versammelten wir uns alle, das sind insgesamt 15 Leute inklusive der beiden Leiter Benedikt und Patrick, um 12 Uhr in Realp. Danach ging es mit Sack und Pack aufwärts Richtung Rotondohütte. Hier wurden wir bereits von Claudia erwartet, die uns mit einem Apéro verwöhnte.
Die Woche verging wie im Fluge. Es mussten diverse Arbeiten erledigt werden wie die Wasserleitung, welche zur Hütte führt reparieren, holzen, das Wrack des Sonnenkollektors zerlegen, die Wanderwege neu markieren, die Klettergärten nach den Winterschäden wieder fit machen, einen Bach umleiten etc. Dazu kam noch die tägliche Hüttenarbeit wie putzen, abwaschen und was halt sonst noch alles so anfällt.
Doch auch die Erholung und das Klettern kamen nicht zu kurz. Wer wollte, konnte jeden Abend mit Pade als Privatcoach klettern oder bouldern gehen, wenn es sein musste sogar mit der Stirnlampe. Am Dienstag begingen wir mit der fast kompletten Truppe den Rotälligrat, was teilweise zu Stau führte. Am Donnerstagabend stand dann das Leckihorn auf der Liste. Nach dem Abendessen machten wir uns auf den Aufstieg und konnten vom Gipfel aus gerade noch den Sonnenuntergang betrachten. Anschliessend brätelten wir in der Nähe der Alaska-Bar. Als wir alle durchgefroren waren machten wir uns, je mit einer Fackel bewaffnet, an den Abstieg. Allerdings war inzwischen der Schnee stellenweise gefroren, so dass wir dort abseilen mussten. Dieser Ausflug war bestimmt einer der Höhepunkte der Woche, die gute Stimmung, die traumhafte Umgebung mit der untergehenden Sonne, die Sterne, die Leute, all das machte es zu einem unvergesslichen Augenblick.
Am Freitagnachmittag gingen wir morgens klettern und nachmittags auf den Gletscher. Dort lernten wir wie man einen Stand einrichtet, wie man Sanduhren und Birnen baut und wie es sich anfühlt, wenn jemand in eine Gletscherspalte fällt.
Ich bin mir sicher, dass jeder von uns viele neue Dinge gelernt hat. Die einen mehr, die andern weniger. Sei es einfach wie man einen Knopf bindet, oder wie man einen Helikopter einweist, oder allgemein wie man erste Hilfe leistet.
Dann war die Woche auch schon wieder zu Ende und es hiess Abschied nehmen. Die Einen gingen per Zug nach Hause, getreu dem Motto "der Kluge reist im Zuge". Denn diejenigen, welche dachten sie seien mit dem Auto schneller, hatten sich getäuscht. Das Auto erlitt unterwegs einen Schaden, so dass wir stehen lassen mussten und wir schliesslich mit dem Taxi nach Baden fuhren.
Es war eine tolle Woche, in der oft gelacht wurde. Ein besonderer Dank gebührt sicher auch unsern beiden Leitern, die sich viel Mühe gegeben haben. Nicht zu vergessen sind Claudia und Priska, die sich super um uns gekümmert haben. In dem Sinne nochmals vielen herzlichen Dank, es war super!
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